Was ist ein Mentalist?

Mentalist werden ist nicht schwör,
Mentalist sein, dagegen söhr.

Was ist überhaupt ein Mentalist?

“Mentalist” ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Jeder darf also einen Raben und eine Glaskugel neben seinen Namen setzen, darunter “Mentalist” schreiben und fröhlich Visitenkarten drucken, die ihn als Mentalisten auszeichnen. Kurz: jeder der Strg-D drücken kann, ist ein Mentalist.

Aber nicht für uns.

Für Freaks-of-magic reicht diese Fingerakrobatik nicht aus, um sich Mentalist zu nennen.
Um sich Mentalist zu nennen, muss man auch als solcher auftreten. Und zwar schon seit längerer Zeit. Da reicht es nicht, dass man im Sommer von zwei Blondchen einer Münchner Produktionsfirma angesprochen wurde, ob man neben Kartentricks vielleicht etwas Gedanken lesen könnte.
Überhaupt: wer zaubert, ist kein Mentalist, sondern Zauberer. Da reicht es nicht, dass man zwischen Wandernden Häschen und Vermehrenden Geldscheinen einen Telepathie-Trick zeigt. Nein, als Mentalist hat man ein vollständiges Programm ums Gedankenlesen, Löffelbiegen oder In-Die-Zukunft-Schauen.

Also: Max Maven, Kreskin, Derren Brown, Dunninger oder Jan Becker — das sind Mentalisten. Ja, sogar Vincent Raven ist ein Mentalist. Aber kein Schwammball-werfender Großillusionist, der bisher auf Messeveranstaltungen Kartentricks gezeigt hat und sich jetzt eine pseudomystische Backstory zurecht gelegt hat.

Nach diesen Kriterien werden wir die einzelnen Teilnehmer von The Next Uri Geller ’09 bewerten.

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[...] die man ihr anrechnen kann, aber auch entsetzlich wenig Erfahrung als Mentalisten. [Hier nochmal die Definiton, was ein Mentalist [...]