Angriff der Klonkrieger Teil 2

Obwohl ich den nahezu kompletten Inhalt der Sendung vom 15.01.08 HIER schon vorhergesagt hatte, konnte sie mich doch überraschen. (Ok, zugegeben, ich hab mir die Sendung doch angesehen. Jedem der es nicht lassen kann, empfehle ich sie nicht live sondern als Aufnahme “zu genießen”. Dann kann man nämlich, wenn es wieder allzu schlimm wird, kurz mal im Nebenzimmer in sein Kissen beißen, ohne etwas zu verpassen.)
Was mich in maßloses Erstaunen versetze, war die Tatsache, dass die vom Sender vorgesehenen Tricks Phänomene nicht nur aus den anderen Versionen der Serie übernommen wurden, sondern die grenzenlose Dreistigkeit, mit der in der deutschen Version sogar von einer Folge zur nächsten recycled wird. Meine besondere Aufmerksamkeit erweckte die merkwürdige Darbietung von Alexander Ha(a)rtmann (Ganz nebenbei: Wer so abschätzig mit Büchern umgeht ist für mich ein Unmensch!). Was das “Küken der Branche” (Zitat pro7), das sein Nest praktischerweise gleich auf dem Kopf trägt, da zeigte war haargenau ein Fall für Angriff der Klonkrieger. Der erste Teil seiner Darbietung wurde so schon von Roei Zaltsman in der israelischen Version gezeigt. Über die geringen Unterschiede zu diskutieren wäre Haarspalterei. Der zweite Teil seiner Präsentation war allerdings eine echt haarige Sache. Man musste kein Beobachtungsprofi sein (wie etwa Leo Martin) um zu bemerken, dass Alexander die Hälfte seiner Nummer einfach von Kollege Nicolai Friedrich (der wiederum hat seine Nummer bei Ehud Segev “entliehen”) übernommen hatte. (Spätestens ab dieser Stelle der Show hätte nicht nur jeder Zuschauer sich auch die Finger in die Ohren stecken, sondern am besten auch gleich die Augen zuhalten sollen.) Eine haarsträubende Erkenntnis! Bis hin zur Gestik und den Anweisungen an die Mitwirkenden war alles haargenau gleich! Wie kann das denn passieren? Ich möchte hier keine Erklärung an den Haaren herbeiziehen, aber hat da jemand einfach nicht aufgepasst? Einzigartige Fähigkeiten sehen nämich anders aus! Oder steht den Kandidaten nur ein begrenzter Pool an Technik und Requisiten zur Verfügung? Die Nagel-Messer-Becher-Nummer wurde schließlich auch gleich neu aufgelegt. Ich sehe es vor meinem Inneren Auge, wie die Kandidaten hinter der Bühne ihre Tricks Phänomene reihum reichen, bis jeder einmal dran war. Für den Zuschauer zwar langweilig, aber ansonsten sehr ökonomisch!

Nicolai Friedrich zeigte am 08.01.2008 dies:
(ab Minute 2:38 beginnt eine “einmalige” Darbietung)
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Alexander Hartmann zeigte am 15.01.2008 das:
(Besonders interessant wird es hier ab Minute 4:30 )
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Auch interessant:

  1. Angriff der Klonkrieger Teil 1
  2. Jetzt aber: die Liste der Teilnehmer von The Next Uri Geller
  3. And The GeWinner Is …… Wer kommt in Folge 2 weiter?!
  4. Video Nicolai Friedrich (der Wahrsager)
  5. Infos zu Nicolai Friedrich

5 Kommentare

Hihi, hab mir beide Videos gleichzeitig angeguckt, man kann die so spulen, das die fast Lippensynchron sind, sehr witzig das Ganze. Außerdem hab ich mal bei Youtube die Namen der Israelis eingegeben und was soll ich sagen, ich hatte ein Déjà-vu-Erlebnis.

@ Ming: Du hast ganz schön Haare auf den Zähnen ;-)

1. Gerold Steiner Kommentar vom 16. Januar 2008 um 17:40

Interessant finde ich auch das die Frau Millisekunden bevor dem Tip auf die Schulter aufsteht. Da hat das Timing wohl nicht so ganz hingehauen.

Naja, es hatte doch schonmal jemand vermutet das sie die Idee der Sendung und wahrscheinlich ebenso die Tricks gekauft haben. Werden wir ja dann nächste Woche sehen, wenn dann die Tricks aus Folge drei (Amiland & Isreal) aufgeführt werden ;P

2. Bee Kommentar vom 16. Januar 2008 um 17:48

Auch wenn die Nummer von Leo Martin an die Messer-Nummer der ersten Ausgabe erinnerte… Dass er die Teilnehmerin ohne von außen erkennbare Manipulation dazu brachte, auf den “richtigen” Becher zu schlagen, fand ich schon eine bemerkenswerte Leistung! Auch wenn ich hier keine Antwort kriege: Ich würd schon gern wissen, wie das ging.

3. Zeno Kommentar vom 16. Januar 2008 um 23:05

Sie war doch eh clever genug, danebenzuhauen, und hätte sich auch, wenn sie den Becher mit dem Nagel erwischt hätte nicht wehgetan.

4. herb Kommentar vom 17. Januar 2008 um 14:24

Sicherlich bin ich nicht der Einzige, dem es aufgefallen ist, jetzt aber der erste, der es schreibt (wenn nicht, korrigiere man mich bitte):

Die Show heißt The next Uri Geller.

Ich habe jedoch bisher keinen der 10 Kandidaten gesehen, der/die auch nur annähernd eine ähnliche Bühnenpräsenz und Ausstrahlung haben, wie Uri Geller sie hat.
Man kann über ihn denken was man will und ich heiße diese Show persönlich auch nicht gut, ebenso nicht, wie Uri Geller immer noch von “Kräften” spricht, die uns stecken würden, da sie Provokationen auslösen, die, auch wenn er, wie in der letzten Sendung, Relativierungen loslässt, eine Erklärerwelle im Netz zur Folge hatte und weiterhin haben wird.
Dies kann man leider nicht ändern.

Aber dennoch, wenn Uri etwas erzählt, dann schauen die Leute hin, dann hören sie zu, denn so wie er etwas erzählt und wann er warum etwas erzählt, dass er die Leute vor den Fernsehschirmen mit ins Boot holt, das fesselte die Leute damals und heute noch.
Er wird ganz sicher in den nächsten Show auch noch Schlüssel verbiegen, aber mit einer Präsenz, die den Leuten unter die Haut geht und durch die er selbst Realisten dazu bringen wird, einen Schlüssel auf den Fernseher zu legen und sei es nur, dass diese beweisen wollen,das es nicht funktioniert.
Aber statt auf den Zug aufzuspringen, die Leute vor den Bildschirmen durch ihre Performance mitzureißen, sie zum Beispiel genau wie Uri persönlich anspricht. Beim “Berührungskunststück” härte man die Zuschauer ansprechen können, dass sie auch gleich eine Berührung verspüren werden, wenn sie nur fest genug daran glauben würden. Ich gehe jede Wette ein, dass auch dann deute angerufen hätten, dass sie eine berühren verspürt hätten und sei es nur deshalb, weil ihnen gerade zufällig die Hand oder die Nase gejuckt hätte. Stattdessen werden Tricks vorgeführt, die teilweise nicht einmal sauber präsentiert wurden, deren Tricktechnik einfach schlecht eingeübt wurde und die unserer Kunst eher schaden als helfen und die sich noch zu allem Überfluss, wie es einer der Schreiber hier so schön darstellt, aussieht, wie ein Angriff der Klonkrieger. Dubletten, die sich nicht einmal all zu sehr von der Präsentationsidee her unterscheiden.
Ich bin gespannt, wie oft noch der Nagel kommt, wie oft noch CS kommt, wie oft wir noch die Zeichnungsduplikation sehen werden, die dann statt eines Clipboardes mit einer Schreibmappe, wie originell, durchgeführt wird.

Ich bin mir sicher, dass mehrere Teilnehmer, bevor sie von den Redakteurinnen von Constantin angesprochen worden sind, so viel mit der Mentalzauberkunst zu tun hatten wie ein Schwein, dass in ein Uhrwerk schaut und nicht weiß, wie es funktioniert, sie also keine Ahnung davon haben, was sie eigentlich tun müssten. Hier auf Einzelheiten einzugehen ist nicht Sinn und Zweck des Postings.
Ich würde darauf wetten wollen, dass Herr Strothmann, wenn überhaupt, maximal 2 oder 3 mal die Blind Fold Nummer gezeigt hat, ansonsten wäre sie niemals so abgelaufen oder er hatte einen solchen schlechten Tag erwischt, dass es so aussetzte.
Es darf aber nicht verwundern, dass hochkarätige Mentalisten nach Prüfung der Bedingungen und aussondieren der Hintergründe zu Recht abgesagt haben.
Was da übrig geblieben ist, ist jedenfalls alles Andere als die Elite deutschsprachiger Mentalisten.

5. Richard Hassler Kommentar vom 17. Januar 2008 um 15:52